Vereinsgeschichte


Die Ortsfachgruppe Imker aus Voerde trennte sich von der Ortgruppe Milspe wegen zu großer Mitgliederzahl und damit verbundener Arbeiten in der Betreuung.
Die Trennung von der Ortsfachgruppe Milspe wurde in der Versammlung am 14. März 1943 bei Hermann Dörner, Milspe-Esbecke vollzogen.
Die erste Versammlung der Ortsfachgruppe Imker fand am 11. April 1943 im Vereinslokal (Rüggeberg) Zur Linde statt.

An der Gründungsversammlung nahmen 17 Mitglieder teil.

5 Mitglieder waren noch im Krieg
Die gesamte Zahl der Mitglieder betrug 23 Personen.
Zur Gründerversammlung waren eingeladen:

  • Der Herr Bürgermeister von Voerde Am Wege entschuldigte sich telefonisch.
  • Die Ortsfachgruppe der NSDAP, die unentschuldigt fern blieb und der Gartenbauverein der ebenfalls unentschuldigt nicht erschien.

Der Vorstand, der bereits am 14. März 1943 ernannt wurde, setzte sich zusammen aus den Herren:

Vorsitzender Lothar Roye
Kassierer Fritz Hilberg
Schriftführer Wiard Roth
Beisitzer Eugen Gräfingholt

Herr Weitzel vereidigte den Vorsitzenden Herrn Lothar Roye durch Handschlag auf die Satzung und bestätigte den Vorstand.
Als Jahresbeitrag wurden 6,00 RM festgesetzt.
In diesem Beitrag war das Bezugsgeld für die Bienenzeitung und die an die Landesgruppe abzuführenden Gelder eingeschlossen.
Mit der Gründung der Ortsfachgruppe Imker Voerde wurde auch sofort mit dem Aufbau der Belegstelle im Erlengrund ca. 1000 qm (Hasper Talsperre-Vorbecken) begonnen.

Im Herbst 1943 wurde das Gelände eingezäunt und im Mai 1944 mit dem Aufbau der Schutzhütte für das Vatervolk und Aufstellung der Schutzhäuschen begonnen.

Am 24. Juni 1944 war die Belegstelle betriebsbereit und die ersten Königinnen wurden gezogen.

Das erste Vatervolk stammte von Heinrich Hupfeld in Altenritte bei Kassel (Sklenar).

Die letzte Versammlung vor Kriegsende fand am 25. März 1945 statt.

Leider war die Belegstelle nur 1 Jahr in Betrieb.

Die verbliebenen Einwohner von Voerde mussten evakuiert werden, weil Voerde von der britischen Besatzungsmacht Anfang Mai 1945 zum Ausländerlager erklärt wurde.
Somit mussten auch die Bienen evakuiert werden.

Nach der Rückkehr der Imker im Frühjahr 1947 waren alle Bienenstände zerstört. Die Einzäunung wurde entfernt, das Eingangstor gestohlen. Somit war alle Arbeit vergeblich.

Am 12. Mai 1946 kamen die Voerder Imker erstmals nach dem Krieg zur Wiederaufnahme des Vereinsbetriebes im Gasthof Voss (Häufchen) zusammen und die Ortsfachgruppe Imker Voerde wurde in Imkerverein Voerde umbenannt.

Am 05.Mai 1948 war wieder die erste Versammlung im alten Vereinslokal zur Linde. Dort war der Verein bis Anfang März 1953.

Besondere Gründe veranlassten die Imker, das Vereinslokal zu wechseln. Als neues Vereinslokal wurde der Westfälische Hof (Haarmann) gewählt

Am 1. April 1949 wurde die Stadt Ennepetal gegründet. Dazu wurden die Ämter Milspe und Voerde zusammengelegt.
Die Ortschaften setzten sich zusammen aus Milspe, Rüggeberg, Büttenberg, Mönkeberg, Mülinghausen Ölkinghausen, Peddenöde und Burg, sowie Voerde, Altenvoerde, Bülbringen, Meininghausen, Oberbauer und Hasperbach.

Am 4. August 1949 beschloss der Imkerverein Ennepetal-Voerde einstimmig die Belegstelle als Vereinseigen wieder aufzubauen.

Mit eigenen Mitteln sowie mit Spenden der Stadt Ennepetal und Spenden von Privat- und Geschäftsleuten wurden die Arbeiten im Herbst 1949 begonnen.

Die Eröffnung fand am 13. Mai 1950 statt und startete sofort mit der Königinnenzucht.

Die Belegstelle musste leider im Frühjahr 1957 aufgegeben werden, da ein Imker aus Dortmund in dieser Gegend seinen Bienenstand aufgebaut hatte.

Ein neuer Geländeerwerb von der Hagener Straßenbahn AG ermöglichte, die Belegstelle in der Nähe von Ennepetal-Voerde (Straßenbahntrasse Schulte-Südhoff-Weg) neu aufzubauen.

Der Pachtvertrag wurde am 30. Juni 1957 mit der Hagener Straßenbahn AG für den Flur 7 Flurstück 1163 / 259 geschlossen. Die Fläche betrug ca. 600 qm.

Im Juli 1957 wurde mit dem Aufbau begonnen, im Herbst war alles fertig gestellt.

Im Jahr 1964 übernahm die Stadt Ennepetal von der Hagener Straßenbahn AG das gesamte Gelände auf der Strecke vom Plessen bis zur Grenze Breckerfeld. Der Pachtvertrag mit der Hagener Straßenbahn AG wurde zum 31.12.1964 gekündigt. Somit musste mit der Stadt Ennepetal ein neuer Pachtvertrag ab 1965 geschlossen werden.

Im Sommer 1970 wurde am Bienenhaus ein Versammlungsraum angebaut.

Das Vereinsmitglied Manfred Flüshöh hatte maßgeblichen Anteil an den Aufbauarbeiten und erhielt ein Nutzungsrecht vom Imkerverein Ennepetal-Voerde.

1973 erweiterte Manfred Flüshöh den Versammlungsraum um 2 m und baute ihn anschließend aus. Auch fertigte Manfred Flüshöh Tische und Bänke an.

1975 erbaute Manfred Flüshöh noch ein Gerätehaus und einen Unterstand mit einem Bienenschaukasten, der drei Waben DN enthielt.

Die Imker hatten nun ein eigenes Vereinsgebäude. Dieses wird bis heute unter dem Namen Waldesruh geführt.

Zur Erweiterung des Lehrbienenstandes wurden 1995 das angrenzende Grundstück Flur Nr.57 Flurstück Nr. 25 und 2003 die Streuobstwiese Flur Nr. 57 Flurstück Nr. 26 übernommen.

Die Geschicke des Imkervereins leiteten ab 1943

von Name bis
1943 Lothar Roye 1950
1950 Albert Dinsing 1970
1970 Willi Wagner 1971
1971 August Söding 1999
1999 Lutz Gruneberg 2001
2001 Karl-Heinz Hielkema 2014
2014 Doris Hielkema  

Mitglieder 1943 ( 23 ) 2000 ( 18 ) 2011 ( 42 ) 2017 (ca.50)

Die Stadt Ennepetal beabsichtigte mit der Übernahme der Straßenbahntrasse einen ortsnahen Lehr- und Wanderweg anzulegen. Mit Unterstützung vom Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk wurde ein befestigter Rundweg von 1.820 m geschaffen. Viele heimische Bäume und Sträucher wurden beschildert und neue Pflanzungen vorgenommen. Einbezogen wurden dabei der Lehrbienenstand und der Vogelschutz mit Nistkästen, Futterstellen und Schautafeln.

Am 10. September 1974 wurde nach dreijähriger Vorbereitungszeit der Waldlehrpfad im Rahmen der "Woche des Waldes" durch Bezirksförster Schulte-Südhoff und Landforstmeister Träger feierlich dem Bürgermeister Ewald Redberg und damit der Öffentlichkeit übergeben.

Seit 2001 wächst die Mitgliederzahl des Vereins stetig an, sodass wir aktuell (2017) ca. 50 Mitglieder haben - Tendenz steigend.

Vor einigen Jahrzehnten bewirtschaftete ein Imker im Verein meist 15 bis 25 Völker, heute sind es etwa 4 bis 8 Völker.
Gründe für die geringere Anzahl der Völker pro Imker sind Krankheiten, Umweltbelastungen, Spritzmittel (Pestizide) und eingeschleppte Parasiten (Varroamilbe), die ganze Bienenvölker ausrotten können. Dadurch ist der Arbeitsaufwand zur Verhinderung der Krankheiten vor und nach der Trachtzeit entschieden höher als früher.

2015 wurde der Verein als e.V. in das Vereinsregister aufgenommen.

Vom Jahr 2016 zum Jahr 2017 erfolgte ein Wechsel vom Kreisimkerverein Ennepe-Ruhr zum Kreisimkerverein Hagen.

Unsere monatlichen Versammlungen finden im Sommer immer am ersten Dienstag im Monat um 19:00 am Lehrbienenstand in Ennepetal-Voerde, am Fußweg von der Straße Altenhöfinghoff Richtung Breckerfeld, statt. Im Winter trafen wir uns seit 1953 im Westfälischen Hof, bis dieser ist im Jahr 2012 leider ein Opfer der Flammen wurde. Aktuell treffen wir uns im Winter in der Biologischen Station im EN-Kreis, Loher Straße 85, Ennepetal.